Wie oft ist ein Jenseitskontakt möglich? Erfahre, wann er sinnvoll ist, wann nicht und wie dich die geistige Welt wirklich unterstützt.
Ist ein Jenseitskontakt einmal möglich oder zweimal oder vielleicht sogar viele Male? Wie oft kann ich mit einer verstorbenen Person sprechen? Wie oft kann ein Jenseitskontakt wiederholt werden? Eine Frage, die sich viele Menschen stellen…
Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Sehr oft.
Aber lies unbedingt weiter, damit du verstehst, weshalb es keinen Sinn macht, wöchentlich oder monatlich einen Jenseitskontakt zu buchen. Gerne beleuchte ich diese Frage aus verschiedenen Perspektiven.
Viele Menschen wünschen sich nach einem Verlust die Bestätigung, dass die verstorbene Person noch da ist und es ihr gut geht. Jeder Mensch, der schon einmal einen nahestehenden Menschen verloren hat, weiss, wie wichtig dies in diesem Moment ist. Oft sind Zeichen da, doch der Zweifel ist in der Trauer manchmal stärker als das Vertrauen. Du darfst dir jedoch sicher sein, dass ein nahestehender Mensch, der bereits in der geistigen Welt ist, dich immer auf seine ganz eigene Weise begleiten wird.
Ein Jenseitskontakt hat kein Ablaufdatum.
Du kannst mit einer verstorbenen Person so oft sprechen, wie du möchtest. Entscheidend ist jedoch, ob dich ein Jenseitskontakt in deiner aktuellen Situation unterstützt oder ob er dich eher daran hindert, einen Schritt vorwärts in deinem Leben zu gehen. Es gibt grundsätzlich keine Begrenzung. Je nach Situation kann es sogar hilfreich sein, in einem bestimmten Zeitraum zwei oder drei Jenseitskontakte zu erhalten. Ich erlebe häufig, dass Menschen – besonders nach dem Verlust eines Partners – anfangs etwas mehr Unterstützung brauchen.
Etwas Wichtiges ist jedoch die Zeit zwischen den Jenseitskontakten.
- Es darf Zeit vergehen. Zeit für deinen eigenen Prozess. Zeit zum Verarbeiten, zum Sortieren oder einfach zum Sein.
Ein Jenseitskontakt darf dich dabei unterstützen, mit Trauer und Verlust umzugehen. Er soll dir helfen, deine eigene Kraft wiederzufinden, um deinen Weg weiterzugehen. Ein Jenseitskontakt wirkt auf vielen Ebenen und kann dein bisheriges Weltbild verändern, wenn du entdeckst, dass es noch mehr gibt, als für unsere Augen sichtbar ist. Ein gutes Medium zeigt dir klar, dass die Kommunikation mit einer verstorbenen Person möglich ist, weil sie in der geistigen Welt weiter existiert. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass du diese Verbindung immer wieder erleben möchtest oder erneut Bestätigung suchst.
Doch genau hier liegt der wichtige Punkt:
Es geht darum, dass du deinen eigenen Weg wiederfindest und dein Leben weiterlebst.
Deshalb macht es keinen Sinn, regelmässig – wöchentlich oder monatlich über längere Zeit – Jenseitskontakte zu buchen. Für die verstorbene Person wäre das kein Problem und auch für mich als Medium nicht. Aber du als Klient hast eine Aufgabe: deinen eigenen Umgang mit dem Verlust zu finden.
Ein Jenseitskontakt sollte eine Unterstützung sein – keine Gewohnheit.
Auch die geistige Welt setzt manchmal Grenzen. Wenn jemand immer wieder Jenseitskontakte sucht, aber im eigenen Prozess stehen bleibt, zieht sich die geistige Welt zurück. Nicht aus Ablehnung, sondern weil es wichtig ist, dass du dich wieder mehr auf dich selbst und dein Leben konzentrierst.
Störe ich mit einem Jenseitskontakt die Ruhe einer verstorbenen Person?
Auch eine Frage, die viele Menschen beschäftigt:
- Störe ich mit einem Jenseitskontakt die verstorbene Person?
- Darf ich überhaupt den Wunsch haben, nochmals mit ihr zu sprechen?
- Möchte sie das überhaupt?
Meine klare Antwort: Ja, du darfst.
Du darfst mit gutem Gefühl einen Jenseitskontakt wahrnehmen. Der geistigen Welt liegt viel an dir. Sie unterstützt dich gerne bei deinen Herausforderungen. Eine verstorbene Person wird nicht gestört durch einen Jenseitskontakt – im Gegenteil: Es ist auch ihnen ein Anliegen, dich auf deinem Weg zu begleiten. Die geistige Welt ist auch dein Zuhause. Und auch du wirst eines Tages dorthin zurückkehren.
Verstorbene entwickeln sich weiter. Das Leben geht in der geistigen Welt weiter, einfach auf einer anderen Ebene. Wenn du einen geliebten Menschen verloren hast, begleitet er dich weiterhin. Er ist mit dir verbunden, weiss, was in deinem Leben geschieht, und versteht auch, warum du bestimmte Erfahrungen machst. Für Verstorbene ist ein Jenseitskontakt nichts Anstrengendes, sondern etwas Natürliches. Verstorbene können jederzeit bei uns sein. Die Trennung existiert nicht so, wie wir Menschen sie wahrnehmen. Denn als Menschen haben wir eine komplett andere Sicht und Aufgabe als Verstorbene und die geistige Welt.
Hier ein sehr vereinfachtes Beispiel: Stell dir ein Aquarium vor.
Wir Menschen und das Leben sind die Fische im Aquarium. Wir bewegen uns darin, erleben unser Leben, nehmen unsere Umgebung aus unserer eigenen, eingeschränkten Perspektive wahr. Alles, was wir sehen, geschieht von innen heraus. Die geistige Welt hingegen, befindet sich außerhalb dieses Aquariums. Von dort aus ist der Blick weiter, klarer, umfassender.
Während wir uns im Inneren orientieren, kann von außen das große Ganze gesehen werden. Die menschliche Sicht ist also stark eingeschränkt im Vergleich zur Sicht aus der geistigen Welt. Der Größenunterschied zwischen den Dimensionen ist enorm.
Die geistige Welt ist uns Menschen näher, als wir denken. Sie kann von außen alles klar beobachten, sieht uns, begleitet uns und kann Impulse geben, auf eine Weise, die wir nicht immer bewusst wahrnehmen. Sie kann Dinge von oben in das Aquarium geben. Die Möglichkeiten von außen sind andere als die Möglichkeiten von innen – genauso wie auch die Aufgaben komplett unterschiedlich sind.
Die Sicht von innen, also die menschliche Sicht, ist sehr beschränkt, und das ist auch richtig so. Für uns, als Menschen gehört diese begrenzte Sicht zum Leben dazu. Sie ist kein Fehler, sondern Teil unserer Aufgabe. Wir erfahren Schritt für Schritt, entdecken, lernen und wachsen innerhalb dieses Rahmens.
Verstorbene und dein geistiges Team können vor dem Aquarium sitzen und alles ganz entspannt beobachten. Aber auch hier gibt es Unterschiede: Nicht jeder hat die gleiche Rolle, die gleiche Nähe oder die gleichen Möglichkeiten einzugreifen. Manche sind näher dran, andere weiter entfernt – so, als würden sie in unterschiedlichen Reihen vor dem Aquarium sitzen.
👉 Verstorbene und dein geistiges Team haben nicht dieselben Aufgaben und Möglichkeiten – und trotzdem ist alles miteinander verbunden.
Ein spezieller Vergleich, ich weiss. Manchmal besteht die grösste Herausforderung darin, etwas sehr Komplexes herunterzubrechen und ganz einfach und verständlich zu erklären – und dabei helfen oft ganz banale Bilder.
Vielleicht hilft dir dieses Bild, ein Gefühl dafür zu bekommen, dass es mehr gibt, als wir sehen. Dass unsere Wahrnehmung nur ein Ausschnitt ist und dass darüber hinaus eine größere Weite existiert.
Können Verstorbene auch nach vielen Jahren mit uns kommunizieren?
Ja, das können sie.
Es spielt keine Rolle, wie lange jemand bereits in der geistigen Welt ist, ob ein Jahr, zwei Jahre oder viele Jahre. Für mich als Medium kann sich die Intensität der Wahrnehmung unterscheiden. Für dich als Klient macht das jedoch keinen Unterschied in der Qualität der Botschaften.
Für eine verstorbene Person hat Zeit nicht mehr die gleiche Bedeutung wie für uns Menschen. Wir wissen alle, unsere Zeit hier auf der Erde ist begrenzt, in der geistigen Welt besteht jedoch diese Begrenzung nicht mehr. Zeit hat dort eine andere Bedeutung. Sie existiert nicht mehr in der Form, wie wir sie als Menschen kennen. Habe deshalb keine Angst, etwas zu verpassen oder falsch zu machen, wenn es um die Verbindung zu einer verstorbenen Person geht. Sie ist nicht an Zeit gebunden. Sie ist an Liebe gebunden und diese Verbindung ist unsterblich.
Ein Jenseitskontakt kann unglaublich wertvoll sein im Umgang mit einem Verlust. Es ist ein Gespräch, in dem du Antworten erhältst und auch deine Worte ihren Platz finden dürfen. Gib dir nach einem Verlust bewusst Zeit. Zeit zum Verarbeiten. Zeit zum Annehmen. Zeit für deinen ganz eigenen Weg.
Erlaube dir, alles zu fühlen: Trauer, Wut, Überforderung, Erschöpfung.
Und ebenso: Ruhe, neue Perspektiven und kleine Schritte nach vorne.
Du wirst in diesem Prozess vielleicht zwischendurch überfordert sein. Es wird weh tun. Und es wird ungeahnte Kräfte in dir mobilisieren. Ich bin mir sicher: Du trägst die Kraft und das Wissen in dir, jede Situation in deinem Leben zu meistern. Auch diese. Du musst noch nicht wissen, wie. Und das ist vollkommen in Ordnung. Es gibt keinen Plan für den Umgang mit einem Verlust. Jeder Weg ist individuell und genau so darf auch deiner sein.
Es wird immer Menschen geben, die dich begleiten und unterstützen.
Denn genau das ist unsere Aufgabe als Menschen: einander zu helfen und gemeinsam zu wachsen.
Liebe kann nicht sterben. Sie bleibt für immer.
Von Herzen wünsche ich dir das Allerbeste auf deinem Weg
und freue mich, wenn du etwas aus diesem Text für dich mitnehmen kannst.
Andrea
